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Kulturgüter erhalten - Eine Aufgabe der
Sammler!
Internet, Mailbox, CD-Rom, Floppy - welcher Jugendliche
kennt diese Begriffe heute nicht? Computer bestimmen
in steigendem Maße nicht nur die Arbeitswelt,
auch die Gestaltung der Freizeit ohne "elektronische
Spielgefährten" ist fast schon undenkbar!
Fragt man aber nach Schwinghebel, Stechwalze,
Rechengetriebe oder Zehnerübertrag, trifft
man - seltene Ausnahmen bestätigen die Regel
- auf Unverständnis und Kopfschütteln.
Rechen-, Schreibmaschinen und andere mechanische
Bürogeräte sind für viele Jugendliche
bereits Relikte aus grauer Vorzeit! Nie zuvor
hat eine technische Entwicklung die Welt in so
kurzer Zeit so verändert wie der Computer,
speziell der PC mit seinen ungeahnten Möglichkeiten.
Denken wir doch mal 20, 30 Jahre weiter: Wer
wird dann noch eine mechanische Schreibmaschine,
eine Sprossenrad-Rechenmaschine oder eine Bleistift-Anspitzmaschine
kennen, geschweige denn bedienen können?
Nein - ganz so schlimm wird's nicht kommen. Denn
es gibt da ja noch ... die Sammler!
Wer alte Schreib- oder Rechenmaschinen sammelt,
aufarbeitet, pflegt und ausstellt, der bewahrt
wertvolles Kulturgut, erhält späteren
Generationen das technische Wissen der Vorfahren.
Er übernimmt museale Aufgaben, indem er unwiederbringliche
Zeugen der technischen Pionierzeit vor dem Untergang
rettet, sie unserer und späteren Generationen
sichert und zugänglich macht. Diese Aufgaben
kann nicht nur den wenigen Museen überlassen
werden.
Wer sammelt, dient der Kultur! Jedes Land braucht
private Sammler auf vielen Gebieten. Kultur ist
eine Sache, die nicht allein dem Staat obliegt.
Kultur ist die Summe aller geistigen und technischen
Entwicklungen. Wer diese Kultur pflegt, sie bewahrt,
indem er Zeugnisse vergangener Epochen sammelt,
dient damit unserer und späteren Generationen.
Auch wenn die Freude am Sammeln von anderen Faktoren
bestimmt wird: Sammler übernehmen - ganz
freiwillig und ohne Vergütung - eine wichtige
kulturelle Aufgabe in unserer Gesellschaft!
Leonhard Dingwerth
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